La Suisse et les étrangers

20,00 CHF
Réf.: 2-940146-46-2
L'immigration et la présence étrangères en Suisse constituent aujourd'hui un fait social, politique, économique et culturel de première importance. Ce fait n'est cependant pas nouveau puisqu'il a pris de l'ampleur dès la seconde moitié du XIXe siècle.

L'immigration et la présence étrangères en Suisse constituent aujourd'hui un fait social, politique, économique et culturel de première importance. Ce fait n'est cependant pas nouveau puisqu'il a pris de l'ampleur dès la seconde moitié du XIXe siècle. La Suisse et les étrangers apporte une synthèse de cette histoire de l'immigration, avec une présentation du flux migratoire et, surtout, de la politique migratoire des autorités ainsi que des grandes tendances de l'opinion. L'étude révèle un changement de perspectives en matière de contrôle des étrangers et de naturalisation qui s'opère au cours de la Première Guerre mondiale. Ce changement aboutira à un dispositif législatif qui constituera le fondement d'une politique nationale reposant sur la crainte des étrangers et sur la volonté d'en contrôler les mouvements.

 
Früher als in anderen europaischen Landern wurden in der Schweiz die Fragen der Zuwanderung und Einbürgerung zu einem wichtigen innenpolitischen Thema. Mit Blick auf dies es spannungsreiche Politikfeld bieten die Autoren, durch zahlreiche Beitrage zur Migrationsforschung ausgewiesen, erheblich mehr, ais der Untertitel verspricht. Den Anfang bildet eine demographisch-statistische Übersicht, gefolgt von einem Rückblick bis zu dem ephemeren Einheitsstaat der Helvetischen Republik mit einem einheitlichen helvetischen Bürgerrecht. Am Ende steht ein sorgsam wagender Ausblick auf die schweizerische Zuwanderungs- und Asylpolitik bis Ende 2002, ais der Anteil der Auslander mit standigem Wohnsitz in der Schweiz 20,3% ausmachte (1910 waren es 11,8%).
Die etwa seit 1900 breiter gewordene offentliche Diskussion über den einem Kleinstaat wie der Schweiz zumutbaren Auslanderanteil wird bis heute von einer spezifischen Vorgabe beeinflusst. Die schweizerische Bundesverfassung kennt kein nationales Bürgerrecht. Schweizerbürger ist, wer das Bürgerrecht einer Gemeinde und des Kantons besitzt. Diese Bindung an ein ortliches und an das Kantonsbürgerrecht hat sich ais ein aus dem Ancien Regime überkommenes Prinzip der schweizerischen Gesetzgebung bis heute erhalten. Infolgedessen ist Schweizer Zuwanderungspolitik eine "Mehrebenenpolitik" mit der Schwierigkeit, die auf den unterschiedlichen Ebenen getroffenen Entscheidung zu koordimeren.
Die hier vorzustellende Untersuchung belegt eindrücklich die Verschrankung von zwei für das Selbstverstandnis und Selbstbild der Schweiz konstitutiven Vorgangen. Dies war zum einen die Aneignung und Ausgestaltung des von der Bundesverfassung 1848 vorgezeichneten nationalen Raumes durch die Führungselite. Das bedeutete u. a. eine Vereinheitlichung des Rechts auf ganz unterschiedlichen Gebieten und die Institutionalisierung der dem Gesamtstaat zugewiesenen Aufgaben. Auf diese Weise erhielt der Bund ein Mitspracherecht auch in der Zuwanderungspolitik. Der zweite Vorgang lag in der Veranderung des Immigrantenprofils und der begleitenden oder folgenden Zuwanderungspolitik. Zwischen 1848 und 1880 wanderten vor allem politischen Flüchtlinge zu, deren Motive und Aktionen mit den Werten des Schweizer liberalen Verfassungsstaates übereinstimmten. Nach 1880 kamen vor allem deutsche Sozialdemokraten, russische Anarchisten sowie Antimil